Goldreserven der Bundesbank



Die Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland teilen sich auf die vier Standorte Frankfurt, New York, London und Paris auf. Dabei befinden sich zur Zeit in New York, mit einem Anteil von 45 Prozent , der größte Teil der deutschen Goldbarren. Zukünftig sollen Teile der Goldreserven aus dem Ausland wieder im Inland gelagert werden, sodass bis spätestens im Jahr 2020 mindestens 50 Prozent der Goldreserven in Deutschland lagern. Die Goldreserven der Bundesbank belaufen sich derzeit auf eine Menge von etwa 3.400t 999-er Feingold. Entstanden ist die Reserve in der Zeit 1950er bis hinein in die 1970er Jahre als Bilanzüberschüsse in Goldbarren investiert wurden. Diese Maßnahme, welcher viele weitere Staaten folgten, basiert auf dem Bretton-Wood System und nahm erst im Jahr 1971 ein Ende. Kurs zusammengefasst besagt das Bretton-Wood Abkommen, dass Dollar zu jeder Zeit in Gold zu einem festen Wechselkurs eingetauscht werden konnten. Neben der Festlegung der Wechselkurse wurden mit dem Bretton-Wood Abkommen der Internationale Währungsfonds und die Weltbank gegründet.

In der folgenden Tabelle finden Sie den Verlauf der deutschen Bundesbankreserven wieder. Seit einigen Jahren nimmt die Bundesbank seine Goldgeschäfte im Bereich An- und Verkauf vor. Auch hat sich die Bundesbank dazu verpflichtet, dass pro Jahr maximal 400 Tonnen Gold verkauft werden dürfen. Diese Beschränkung soll dazu dienen den Goldkurs zu stärken und durch schlagartige Verkäufe die Goldpreisentwicklung nicht negativ zu beeinflussen. Denn durch fallende Goldkurse wird oftmals nicht nur der Goldpreis, sondern teilweise auch der Silberpreis beinflußt. Die ganz leichte Abwärtstendenz in den letzten Jahren rührt daher, dass wenige Tonnen Feingold pro Jahr an das Bundesfinanzministerium verkauft werden. Das Finanzministerium nutzt das gekaufte Gold der Bundesbank dazu um neue Goldmünzen zu prägen, wie beispielsweise die beliebten und sehr bekannten 100 Euro Goldmünzen mit verschiedenen Motiven.

Goldreserven Bundesbank

Erklärung zur Grafik:

1) Leistungsüberschüsse der Bundesrepublik werden in Gold investiert.

2) Einbringung von 20% der Goldreserven in den EFWZ (Europäischer Fonds für Währungspolitische
Zusammenarbeit - Vorläufer der Europäischen Zentralbank) zur Sicherung des europäischen Währungssystems.

3) Schließung des EFWZ im Jahr 1994 und Rückerstattung der eingebrachten Goldreserven. (Siehe auch)

Aktueller Stand der deutschen Goldreserven



Stand der Goldreserven der Bundesbank (Mai 2014): 108.810.000 Feinunzen
Marktwert der Goldreserven vom 01.01.1970 um 01:00 Uhr :0,00 Euro
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