Kreditfinanziertes Trading mit Edelmetallen - Chancen u. Risiken



Trading benötigt Kapital, das auch über einen Kredit aufgenommen werden könnte. Diese Frage gilt als umstritten, es gibt Für und Wider. Große Investoren wie George Soros spekulieren teilweise auf Kredit, während die Banken den Kleinanlegern eher davon abraten - von Ausnahmen abgesehen (siehe unten). Anleger sollten in die richtige Anlageklasse investieren, wenn sie auf Kredit handeln. Das könnten Edelmetalle sein. Dann benötigen sie noch einen Kreditgeber. In dieser Frage verweisen wir auf den Kreditvergleich von Smava.

Wie werden Edelmetalle gehandelt?



Es gibt in diesem Sektor prinzipiell die beiden Handelsmöglichkeiten der Investition in physisches Edelmetall oder in Fonds sowie des Tradings mit Derivaten auf den Edelmetallkurs. Diese beiden Varianten unterscheiden sich gerade bei den Edelmetallen grundlegend:

Wie kommt der Trader zu einem Kredit?



  • Physisch kann ein Anleger Goldbarren und Silberbarren, Münzen oder Schmuck anschaffen. Gerade Münzen und Schmuck haben auch einen ideellen Wert, man verkauft physisches Edelmetall nicht so schnell. Damit überstehen die Investoren psychologisch leichter einen Preisrückgang.

  • Eine ähnliche Haltung nehmen Investoren in Edelmetallfonds ein. Es könnte sich um Mischfonds handeln, die Gold, Silber und vielleicht auch Platin und Palladium im Portfolio haben. Diese Edelmetalle bewegen sich nicht immer gleichmäßig in ihrem Kurs, die Diversifizierung birgt Chancen.

  • Beim Trading mit Derivaten, wie es praktisch alle Broker auch auf Edelmetalle anbieten, können die Händler auch auf fallende Edelmetallkurse setzen. Ein Put-CFD (oder Knock-out, oder Optionsschein, oder eine Binäre Option) gewinnt, wenn der Kurs fällt. Die Anleger partizipieren prinzipiell an jeder Kursbewegung in ihrem gewählten Edelmetall. Ein fallender Goldkurs würde sie nicht mehr stören, im Gegenteil, sie würden daran verdienen - im Gegensatz zum Käufer von physischem Gold.

  • Aus diesen Standpunkten erschließt es sich, dass durchaus eine Investition in physisches Edelmetall oder in einen Fonds (der nur bei steigenden Kurse Gewinne macht) mit dem entsprechenden langen Anlagehorizont mit einem kurzfristig laufenden Derivat gekoppelt werden kann. Dieses kann ein Call- oder ein Put-Derivat je nach kurzfristiger Kursentwicklung sein. Ein Put-Derivat wäre ein einwandfreier Hedge für die langfristige physische Anlage oder Fondsinvestition.


Auf verschiedenen P2P-Portalen vergeben private Investoren Kredite an Privatpersonen und Gewerbetreibende. Der Kreditsuchende wird von den Betreibern hinsichtlich seiner Bonität überprüft und muss dann mitteilen, wofür er den Kredit benötigt. In der Regel investieren mehrere Anleger kleinere Summen in das Darlehen. Die Zinsen werden frei ausgehandelt. Wer gut kommunizieren kann, dass er mit dem Trading von Edelmetallen gutes Geld verdienen kann und außerdem durch einen Job wirtschaftlich abgesichert ist, könnte den gewünschten Kredit von Privatanlegern erhalten.

Trading auf Kredit: Ist das sehr riskant?



Einen Kredit zum Traden und/oder Investieren sollten nur Personen aufnehmen, die sich ihrer Sache relativ sicher sind. Die Banken und auch Portale wie smava stehen dem Vorhaben durchaus aufgeschlossen gegenüber. So vergibt die OnVista Bank, die gleichzeitig einen Broker betreibt, an ihre Trader einen Intraday Kredit, damit diese besser handeln können. Damit belegen die Bankfachleute, dass eine Kreditaufnahme für das Trading durchaus nicht zu riskant ist. Es gibt aber auch Gegenstimmen, die vor der Kreditaufnahme für das Trading warnen. Grundsätzlich müssen die Kreditnehmer für so ein Vorhaben ein Einkommen neben dem Trading und in der Regel auch Sicherheiten vorweisen.