Maria Theresia Taler



Maria Theresia Taler oder auch Maria-Theresien-Taler wurden seit 1741 mit dem Bildnis der Kaiserin Maria Theresia geprägt, die Wiener Münze gibt sie bis heute heraus. Es handelt sich um Silbermünzen mit einem aktuellen Wert um 16 Euro im Ankauf, 22 Euro im Verkauf (Stand: 08.02.2013), die ein Feinsilbergehalt von reichlich 23 Gramm aufweisen. Seit der ersten Prägung war der Maria Theresia Taler offizielles Zahlungsmittel der Habsburger Monarchie und setzte sich schnell in weiteren Ländern Europas und Vorderasiens durch. Die Gesamtzahl der in den Jahren zwischen 1751 bis 2000 geprägten Taler schätzt man auf rund 390 Millionen Stück.

Geschichte der Maria Theresia Taler



Der Maria Theresia Taler
Maria Theresia Taler Vor- und Rückseite
Nach der ersten Prägung der Taler 1741 schlossen die Österreicher und der Kurfürst von Bayern im Jahr 1753 eine Münzkonvention ab, mit der die Taler ihren endgültigen Namen erhielten. Als die Kaiserin 1780 starb, erfolgten Nachprägungen mit der Jahreszahl 1780 durch verschiedenste Münzprägeanstalten in Wien, Brüssel, Günzburg, Hall, Kremnitz, Mailand, Karlsburg, Prag, Utrecht, Bombay, Birmingham, Paris, London, Rom und Venedig. Bis 1858 war der Maria Theresia Taler in Österreich gesetzliches Zahlungsmittel, seine Bedeutung im vorderasiatischen Raum, in Indien und in Nordafrika setzte sich bis ins frühe 20. Jahrhundert fort. Die Araber nannten ihn Abu Noukte oder Abu Kush. Auch Nachahmungen gab es schon zeitig, Großsilbermünzen wurden vom Königreich Italien, dem Stadtstaat Venedig, Ragusa und Preußen mit einem imitierten Bild der Kaiserin nachgeprägt. Diese Nachprägungen gelten heute teils als Fälschungen, da sie die österreichische Regierung nicht autorisierte, teilweise werden sie als Sammlerstücke akzeptiert, erreichen aber nicht immer den Maria Theresia Taler Wert der Originalstücke. Auch privat hergestellte Münzen gibt es, die teilweise sogar von der Regierung Österreichs beziehungsweise der Wiener Münze autorisiert wurden und dann den adäquaten Maria Theresia Taler Preis erzielen. Einige Staaten taten sich mit Nachprägungen besonders hervor, so etwa Großbritannien, das ab 1935 große Mengen der Münzen in Afrika in Umlauf brachte, um die eigene Machtposition im Sudan, in Somalia oder Äthiopien zu festigen. Da die schiere Menge der Maria Theresia Taler Transportprobleme auslöste, verlegten die Briten die Produktion ab 1940 nach Bombay, wodurch es allein 19 Millionen Münzen indischer Prägung - von Österreich nicht autorisiert - gibt. Die Österreicher legten den Maria Theresia Taler ab 1946 wieder auf, diese Exemplare sind am Günzburger Stempel SF (Schöbl/Faby, die Münzmeister in Günzburg) zu erkennen.

Maria Theresia Taler Preis



Die offiziell geprägten Maria Theresia Taler werden von der Münze Wien täglich im An- und Verkauf taxiert. Natürlich gibt es ältere Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die unter Sammlern sehr begehrt sind. Der Maria Theresia Taler Wert dieser Stücke hängt stets davon ab, ob es sich um Originale oder Nachprägungen handelt. Nachprägungen enthalten oft ein Diadem und die Umschrift AVST, während die Originale auch im 18. Jahrhundert mit AUST geprägt wurden. Nachprägungen haben reinen Materialwert, der Maria Theresia Taler Preis für die Originale kann allerdings bei älteren Stücken aus dem 18. Jahrhundert durchaus weit über 200 Euro betragen.