Silberbarren



Wenn in Silber als Anlage investiert werden soll, kommen auch Silberbarren infrage. Diese sind relativ leicht aufzubewahren, auch fällt das Agio nicht sehr hoch aus. Zwar werden sie mit der vollen Mehrwertsteuer belegt, das relativiert sich aber durch den kompakten Silbergehalt bei den Silberbarren 999, denn diese enthalten reines Silber. Ebenso kann es sich lohnen, bei gestiegenen Preisen Silberbarren zu verkaufen. Der Silberbarren Ankauf ist über Onlinehändler und Scheideanstalten sehr gut organisiert, da viele Unternehmen Silberbarren verkaufen. Silber ist ein viel verbrauchtes Industriemetall, es bildet sich daher ein sehr guter Tageskurs für Silberbarren.

Herstellung und Sorten von Silberbarren



Silberbarren eine lohnende Anlageform
Silberbarren Stapel
Kleine Silberbarren gibt es schon in 20-Gramm-Größen (rund 15 bis 20 Euro), es geht weiter mit den Größen 1 oz (eine Unze = 31,11 g), 50 g, 100 g, 250 g, 500 g, 1 kg sowie 5 und 15 kg. Der Tageskurs Silberbarren betrug am 6. Februar 2013 für einen 15-kg-Silberbarren beim Silberbarren Ankauf ab 10.630 Euro, der Verkauf wurde ab 13.811 Euro angeboten. Kleine Silberbarren werden gestanzt, größere Barren ab rund 250 Gramm gegossen. Hersteller von Silberbarren sind Umicore (früher Degussa), das belgische Unternehmen produziert in Deutschland unter "Allgemeine Gold-/Silberscheideanstalt", des Weiteren, Pamp aus der Schweiz, Heraeus (Deutschland) und die österreichische Umicore-Tochter Ögussa. Die Abmessungen der Silberbarren können die Hersteller frei wählen. Der Heraeusbarren mit einem Kilo Gewicht ist 12,2 x 5,5 x 1,55 cm groß, bei Umicore sind es 9 x 4,8 x 2,6 cm. Zu beachten sind beim Silberbarren Ankauf wie beim Verkauf teilweise erhebliche Preisunterschiede, hier ist dringendst zu einem Vergleich zu raten. Diese Unterschiede begründen die Hersteller mit der Qualität und/oder Sicherheitsmerkmalen, Marketing- oder Vertriebskosten, auch können Barren Prägungen enthalten und so fort. Das muss aber den Anleger ebenso wenig interessieren wie diejenigen, die Silberbarren verkaufen, denn es handelt sich in jedem Fall um Silberbarren 999, also reines Silber, bei dem nichts zählt außer der am Spotpreis orientierte Materialwert. Dass es sich hier um schlichte Preispolitik der Anbieter handelt, ist auch an den Differenzen zwischen An- und Verkaufspreisen festzustellen. Dieser Spread liegt bei einigen Anbietern sehr hoch, bei anderen sehr niedrig. So kann ein 250-Gramm-Barren bei einem Wiener Anbieter aktuell (Anfang Februar 2013) für 258 Euro gekauft werden, für den Silberbarren Ankauf zahlt jener Anbieter nur 187,50 Euro. Ein anderer Anbieter verkauft seinen 250-Gramm-Barren für nur 247 Euro und kauft ihn für 190 Euro an.

Wofür entscheiden beim Silberbarren Ankauf?



Wer mit dem Gedanken spielt, in Silberbarren zu investieren, kann eine Zeit lang den Tageskurs Silberbarren beobachten und dann zu einem günstigen Kurs einsteigen. Der Silberkurs hatte im Jahr 2011 einen Höchststand bei knapp 50 Dollar pro Feinunze gebildet, der zuvor nur in den 1970er Jahren im Zuge des Goldhochs nach der Aufgabe des Goldstandards erreicht worden war. Danach fiel Silber im Preis wieder zurück. Die Spekulationen um den Silberpreis fallen teilweise noch abenteuerlicher als diejenigen um den Goldpreis aus, denn es gibt hier mindestens drei relevante Gesichtspunkte zu beachten:

  • Silber hängt seit Jahrtausenden am Goldpreis. Dieser hat sich in den 2000er Jahren nach einer zwanzigjährigen Stagnationsphase versechsfacht. Diese Entwicklung stünde beim Silber noch aus. Das 2011er Hoch hätte so bewertet werden können, doch der Preis fiel wieder zurück.

  • Silber ist, gemessen an den zugänglichen Vorkommen, gegenüber dem Gold etwas zu niedrig bewertet, auch das spricht für ein bevorstehendes Hoch.

  • Silber ist ein stark verbrauchtes Industriemetall, Autokatalysatoren benötigen es ebenso sehr wie die Medizintechnik, die Fotoindustrie und viele weitere Bereiche der Chemie. Gold wird industriell nur zu etwa 9 Prozent verbraucht, bei Silber sind es über 50 Prozent. Die Anwendungen beispielsweise in der Elektronik wachsen zudem durch die Computertechnik. Auch das spricht für eine künftige Verknappung = Verteuerung von Silber.
Daher kann es sich sehr lohnen, in Silberbarren zu investieren, möglicherweise mit Silberbarren 1 Unze, die sehr gut handelbar sind. Diese Gewichtseinheit wird überall auf der Welt gehandelt, es ist schließlich dasjenige Maß, auf das der Silberpreis (in Dollar) an der Börse bezogen wird. Die Silberbarren 1 Unze werden gestanzt und geprägt, nicht gegossen. Bei der Herstellung stanzt eine Maschine aus einem starken Silberblech die Silberbarren 1 Unze aus (Preis Anfang Februar 2013 im Silberbarren Ankauf: rund 24 Euro), die Ränder der Silberbarren 999 weisen oft noch stanztypische Grate auf. Allerdings wurden in Deutschland traditionell die Silberbarren 1 Unze wenig gehandelt, man bevorzugte Gewichte ab einem Kilogramm. Der Grund findet sich in der Mehrwertsteuerregelung, denn Anlagemünzen in Silber werden als Bullionmünzen, mithin demselben Gewicht wie der Silberbarren 1 Unze, mit 7% Umsatzsteuer gehandelt, beim Barren sind es 19% beziehungsweise der jeweils geltende volle Mehrwertsteuersatz. Dennoch gibt es die Silberbarren auch für Sammler als Motivbarren. Die Motive sind privat initiiert, hiermit werden Interessenten zum Silberbarren Ankauf motiviert. Dieser kann sich - siehe oben - möglichrweise doch lohnen.