Mit Hebel auf Silber traden



Der Handel mit Hebel ist im Rahmen des Rohstoffhandels wie z.B. Silber eine gängige Methode. Sie ermöglicht dem Anleger, trotz eines kleinen Kapitaleinsatzes große Renditen zu erwirtschaften. Gleichzeitig muss jedoch bedacht werden, dass große Renditen auch immer mit einem erhöhten Risiko einhergehen. Daher ist der Einsatz von einem Hebel nur all jenen zu empfehlen, die sich mit diesem Handelsinstrument wirklich auskennen und die den Markt sowie dessen Abläufe verstehen.

Wo kommt der Hebel zum Einsatz?



Der Hebel kommt bei Spekulationen auf den Silberpreis durch den Handel mit CFDs – also mit Contracts for Difference – zum Einsatz. Die Differenzkontrakte sind hochspekulative Derivate, die mit erhöhten Chancen und Risiken verbunden sind. Sie empfehlen sich ausschließlich für sehr gut informierte Anleger, die das Risiko kennen und richtig einschätzen können. Hier unterscheidet sich der Silbermarkt nicht vom Wertpapiermarkt.

Gehandelt wird ähnlich wie beim Handel mit Binären Optionen nur der Basiswerte, also der Silberpreis. Das bedeutet, dass kein Silber angekauft werden muss, damit ein Handel stattfinden kann. Hinzu kommt, dass an einem steigenden und an einem fallenden Kurs verdient werden kann. Wer den Markt also gut beobachtet und auf die richtige Kursentwicklung setzt, kann mit den Derivaten sehr gutes Geld verdienen.

Ob die Kurse steigen oder fallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als gut informierter Anleger beobachtet man beispielsweise die Kursentwicklung über einen längeren Zeitraum. Dies geht mit Hilfe der Charts, die der Broker zur Verfügung stellt. Anhand dieser Charts kann abgelesen werden, wie sich der Kurs der Aktien, der Indizes, Rohstoffe oder auch Währungen im Laufe der letzten Stunden, Tage, Wochen oder auch Monate entwickelt hat. In diesem Fall gilt es natürlich den Silberkurs zu beachten.

Geht es um Unternehmen, die ihr Geld mit der Silberförderung verdienen, muss natürlich das Unternehmen betrachtet werden. Anhaltspunkte lassen sich hier bei der Betrachtung der einzelnen Unternehmen finden, die sich hinter den Aktien verbergen. Stehen die Quartalszahlen aus, die gerne einmal am Kurs rütteln? Oder werden neue Produkte, ein neuer Vorstand oder andere Dinge, die mit dem Unternehmen in Zusammenhang stehen, vorgestellt? Es gibt viele Dinge, die den Kurs eines Wertpapiers positiv wie auch negativ beeinflussen können. Diese ausfindig zu machen und zu analysieren, ist die Aufgabe eines guten Anlegers, der mit dem Handel von CFDs Erfolg haben will.

Wie wird der Hebel bei Silberderivaten finanziert?



Wenn mit Hilfe von einem Hebel gehandelt wird, stellt sich natürlich die Frage, wo das restliche Geld herkommt, welches in den Handel fließt? Wie können aus 10 Euro Einsatz eigentlich 100 Euro werden, wenn der Anleger nur die 10 Euro als Einlage aufbringt?

Die Lösung des Rätsels lässt sich beim Broker finden. Dieser schießt den Rest der Einlage nämlich zu. In der Regel mit Hilfe von Fremdkapital. Es gibt aber auch Broker, die den Zuschuss aus eigener Tasche tragen. Gewinnt der Anleger, dann verdient auch der Broker. Wird ein Verlust eingefahren, trägt diesen – bei mangelnder Absicherung – immer der Anleger.

Als Privatanleger können nur bestimmte Derivate gehandelt werden. Die wirklich großen Kracher sind den institutionellen Vollprofis vorbehalten. Trotz alledem ist die Auswahl an Hebelprodukten für den Privatanleger noch recht stattlich. Je nach Broker stehen neben den CFDs auch Short Optionen zur Verfügung, die es ermöglichen auf einen Kursrückgang bei Silber zu spekulieren. Diese bringen eine Nachschusspflicht mit sich. Wer diese Nachschusspflicht umgehen will, sollte sich auf Zertifikate, Optionsscheine und Long Optionen konzentrieren.